Middle School No.4 Tianjin, China 2012 - 2016

Der chinaspezifische Bautyp Schule mit Campusanlage, Schulfunktionen in Einzelgebäuden angeordnet und südorientierten Klassentrakten, wird weiter entwickelt und zu einer Lernlandschaft transformiert. Ziel ist ein System von Möglichkeitsräumen, ein offenes Geflecht von Plätzen und Wegen mit den Funktionen als festen Körpern, das immer wieder neu interpretiert und in Besitz genommen werden kann. Schule gleichsam als poröses, interpretationsoffenes System, geprägt durch die alltäglichen Aktivitäten der Schüler und Lehrer. Dem Konzept der Lernlandschaft folgend werden sämtliche Funktionen des Schulalltags in einem Gebäude angeordnet. Die Basis bilden die schulöffentlichen Funktionen, Foyer, Ausstellungs- und Vortragsräume, Bibliothek, Mensa sowie die Verwaltung. Darüber gemeinsam genutzte Fachklassen und Labore und in den oberen Geschossen die Klassenräume. Diese horizontale Schichtung wird verbunden durch  ein System von Wegen, Treppen und Öffnungen, das vielfältige, immer wieder neu besetzbare, nutzungsoffene Aufenthaltsorte anbietet. Hier können die Schüler eigenständig an Aufgaben arbeiten, sich über die letzte Klassenarbeit austauschen oder mit ihren Freunden plaudern.

Partner

Reinhard Angelis, Ziyu Zhuang

Kunden

City of Tianjin

Größe

58.000 m²

Status

Realisiert

Taiyuan University of Technology Taiyuan, China 2011

Vor den Toren der Stadt soll der neue Campus der Taiyuan University of Technology für 30.000 Studenten entstehen. Die überaus eindrucksvolle Topografie wird zum Ausgangspunkt des städtebaulichen Konzeptes, der Idee einer Balance von gebauter Welt und Park. In die Landschaft, als überzeitliche Konstante, eingebettet die gebaute Welt, der Campus. Der Wadi und die durch ihn geformten Terrassen werden im südlichen und westlichen Teil zum Landschaftspark, im Kontrast dazu treppt sich hügelauf der Ort des Wissens. Die umfassende Balance von Natur und Menschenwerk setzt sich im Campus, den Instituten und der Wohnsiedlung fort. Die Gebäude, eingebettet und umspielt von Plätzen, Parks und Sportflächen in Form der gebauten Terrassen. Es entstehen vielfältige, einprägsame Orte von unterschiedlicher Qualität, jeweils bezogen den Ort des Lernens, auf das Zentrum mit den Institutsgebäuden.

Partner

Reinhard Angelis, Joachim Koob, Frédéric Ripperger

Größe

150 ha

Status

Wettbewerb